Der Hauptunterschied zwischen öffentlich und privat besteht darin, dass private 5G-Netze eine höhere Sicherheit und Kontrolle bieten, während öffentliche 5G-Netze bei geringerer Sicherheit eine größere Abdeckung und Zugänglichkeit bieten.
Öffentliche 5G-Netze werden von Mobilfunkprovidern betrieben und stellen 5G-Konnektivität für ihre Kunden zur Verfügung. Dies ist die Erweiterung der bestehenden Mobilfunknetze hin zu mehr Bandbreite. Für die Betreiber der Mobilfunknetze steht dabei im Vordergrund, den Bedarf der Masse ihrer Kunden zu befriedigen. Dies bedeutet zumeist eine höhere Bandbreite für möglichst viele Anwender, damit diese z. B. von VR/AR-Anwendungen profitieren können. Ein öffentliches Netz bietet beispielsweise auch eine geringe und konstante Latenz, z. B. für Videoanalysen oder Überwachungssysteme.
Private oder auch lokale 5G-Netze werden vom Nutzer selbst betrieben. Also z. B. von Unternehmen, Energieversorgern oder Regierungen. Sie sind nur für bestimmte Benutzergruppen zugänglich. Ein privates 5G-Netz kann daher auf die spezifischen Bedürfnisse des jeweiligen Anwendungsfalles ausgelegt werden. Bei industriellen Netzwerke liegt der Fokus meist auf niedriger Latenz und hoher Verfügbarkeit. Zudem bieten private 5G-Netze eine deutlich höhere Datensicherheit gegenüber WLAN-Lösungen: In einem selbst verwalteten Netzwerk bleiben die Daten im Unternehmen und der Besitzer hat die Kontrolle darüber, welche Daten wo verarbeitet werden.